
Foto: Peter Weidemann, in: Pfarrbriefservice.de
Die Marien- und Heiligengedenktage sind besondere Feste, die den Glauben an die Heiligen und die Verehrung der Gottesmutter Maria hervorheben. Diese Tage bieten den Gläubigen die Gelegenheit, die Vorbilder des christlichen Lebens zu ehren und ihre Fürsprache im Gebet zu suchen.
Die Gedenktage der Heiligen (und Seligen) erinnern an das Leben und die Taten dieser Männer und Frauen, die in verschiedenen Epochen und Lebensumständen ihren Glauben gelebt haben.
Von besonderer Bedeutung sind unter den Heiligengedenktagen die Marienfeste, wie das Hochfest der Empfängnis Marias, die Feier der Geburt Mariens und das Fest Mariä Himmelfahrt. Sie laden dazu ein, über die Rolle Marias im Heilsgeschehen nachzudenken und ihre Fürsprache in den eigenen Anliegen zu erbitten.

Am Hochfest Allerheiligen, das am 1. November gefeiert wird, gedenkt die Kirche aller Heiligen, ob bekannt oder unbekannt, ob sie vor sehr langer Zeit oder nahe unserer gegenwärtigen Zeit gelebt haben.
Allerheiligen stellt uns das Bild der himmlischen Herrlichkeit vor Augen: Christus, umgeben von Scharen der Engel und der großen Heiligen, und auch von einer unzählbaren Schar von Menschen, die das Tor des Todes durchschritten haben: „Heute schauen wir die heilige Stadt, unsere Heimat, das himmlische Jerusalem. Dort loben dich [Gott] auf ewig die verherrlichten Glieder der Kirche, unsere Brüder und Schwestern, die schon zur Vollendung gelangt sind.“ (Präfation).
Die Ursprünge des Allerheiligenfestes liegen in der Märtyrerverehrung des 2. Jahrhunderts: An den Gräbern der Blutzeugen, die während der großen Christenverfolgungen für ihren Glauben in den Tod gegangen waren, hielt man Totenmahl und feierte die Eucharistie. Aus vielen Gedenktagen wurde schließlich ein einziger. Bald wurden neben den Märtyrer/inne/n auch andere Menschen als Heilige verehrt, die man aufgrund ihres Lebens in konsequenter Christus-Nachfolge nach ihrem Tod ganz in der Nähe Gottes glaubte. Denn „Heiligkeit“ ist eine Eigenschaft, die im ursprünglichen biblischen Sinn Gott allein zukommt. Allerheiligen ist ein freudiges Fest, geprägt von der österlichen Auferstehungshoffnung und dem Blick in den Himmel. Im liturgischen Kalender hat Allerheiligen den Rang eines Hochfestes, so dass es, wenn der 1. November ein Sonntag ist, die Sonntagsfeier bestimmt und das Sonntagsformular verdrängt. Die liturgische Farbe ist Weiß.




















