Die Altarausgabe des Messbuchs Messbuch II 1975/1988 - die Titelseite ist aufgeschlagen

Messbuch-Revision

Auf dem Weg zu einem neuen deutschsprachigen Messbuch

Foto: Dominik Bodenstein, Trier

Bild Deutsches Liturgisches Institut

Nach vorbereitenden Planungen sind im Juli 2024 mit einer Auftaktveranstaltung in Köln die Arbeiten an einem revidierten Messbuch für das deutsche Sprachgebiet gestartet. Die Bischofskonferenzen und (Erz-)Bischöfe des deutschen Sprachgebiets hatten 2022 den Beschluss gefasst, die Arbeit am Messbuch neu anzugehen.

Dafür wurden von den zuständigen bischöflichen Gremien eine Projektleitung ernannt sowie vier international zusammengesetzte Arbeitsgruppen mit je sechs bis sieben Mitgliedern sowohl aus der Liturgiewissenschaft, der Kirchenmusik und der Exegese als auch aus der pastoralen Praxis eingerichtet. Die „Konferenz Liturgie der Kirche im deutschen Sprachgebiet“ (KLD) verantwortet im Auftrag der deutschsprachigen Bischofskonferenzen und konferenzfreien (Erz-) Bischöfe das Gesamtprojekt. Die Geschäftsstelle des Messbuchprojektes hat ihren Sitz am Deutschen Liturgischen Institut in Trier. Für Österreich ist Prof. Dr. Alexander Zerfaß (Universität Salzburg) Mitglied der Projektleitung. Für die Schweiz ist Prof. em. Dr. Martin Klöckener (Universität Fribourg) Mitglied der Projektleitung und deren Koordinator. Prof. em. Dr. Birgit Jeggle-Merz (Theol. Hochschule Chur/Universität Luzern) und Prof. Dr. Peter Ebenbauer (Universität Graz) leiten je eine der Arbeitsgruppen.

Revision des Messbuchs in drei Phasen

Die Erarbeitung der Neuausgabe des deutschsprachigen Messbuchs ist dreistufig angelegt:

  1. Übersetzung neuer Texte des Missale Romanum 2002/2008 und Erstellung ergänzender Perikopenorationen (Tagesgebete ohne lateinische Vorlage, die sich an den jeweiligen Schriftlesungen des Sonntags orientieren) und Kommunionverse für die drei Lesejahre nach dem Vorbild mehrerer anderssprachiger Messbücher – bereits abgeschlossen
  2. Moderate Revision bereits bestehender Messbuch-Texte
  3. Ergänzung und Verzahnung aller Inhalte (inkl. Eigentexte und Eigenriten des deutschen Sprachraums), Approbation durch die Bischöfe des deutschen Sprachraums, römische Konfirmierung/Rekognoszierung, Redaktionsarbeiten und Drucklegung des neuen Messbuchs

Der Abschluss der Erarbeitungsphase ist für Ende 2028 anvisiert. Darauf folgen die Approbation durch die Bischöfe des deutschen Sprachraums, die römische Konfirmierung beziehungsweise Rekognoszierung bei neuen Texten sowie Redaktionsarbeiten und die Drucklegung des neuen Messbuchs. Die aufwendigen Verfahren werden noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Nach dem aktuellen Planungsstand wird ein Erscheinen des neuen Messbuchs im Jahr 2033 angestrebt.