Revision des Messbuchs tritt in nächste Phase ein: Beteiligung ist gefragt

Öffentliche Konsultation zu den bisherigen Messbuch-Texten startet. Rückmeldungen sind bis zum 30. Juni 2027 möglich.

Auf dem Altar liegen das aufgeschlagene Messbuch, ein Altarkreuz, Kelch und Hostienschale.

Foto: Friedbert Simon, in: Pfarrbriefservice.de

Nach der Erstellung neuer Inhalte für das zukünftige deutschsprachige Messbuch beginnt jetzt die zweite Phase: eine moderate Revision von Texten des bestehenden Messbuchs. Dafür wird nun ein breit angelegter öffentlicher Konsultationsprozess durchgeführt.

Mitwirkung an der Revision des bisherigen Messbuchs

Zur Beteiligung an der Revision sind Personen aus Fachkreisen und aus der pastoralen Praxis eingeladen. Bis zum 30. Juni 2027 kann über eine Online-Eingabemaske ein eventueller Revisionsbedarf zu einem bestimmten Text im bisherigen Messbuch zurückgemeldet werden.

Ihre Rückmeldung ist gefragt

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Revision des bisherigen Messbuchs zu beteiligen. Bis 30. Juni 2027 können Sie über eine Online-Eingabemaske konkrete Verbesserungsvorschläge zu einzelnen Messbuchtexten einreichen.

https://www.umfrageonline.com/c/messbuch

Ziel der Messbuch-Revision ist – nach dem Beschluss der Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets – eine moderate Überarbeitung der bestehenden Messbuch-Texte, ohne diese aus der lateinischen Vorlage generell neu zu übersetzen. Daher können Rückmeldungen allgemeiner Natur und umfassende Fragestellungen nicht berücksichtigt werden. Die Online-Rückmeldung eröffnet die Möglichkeit, die Erfahrungen aus mehr als 50 Jahren pastoralliturgischer Praxis seit der Veröffentlichung des deutschsprachigen Messbuchs einzubringen.

Erprobung neuer Texte in ausgewählten Gemeinden

Von der öffentlichen Konsultation zu unterscheiden ist ein Erprobungsprozess neuer Messbuch-Texte: Ein Teil der für das zukünftige Messbuch neu erarbeiteten Texte wird in der ersten Jahreshälfte 2027 in ausgewählten Kirchengemeinden und Ordensgemeinschaften in der Liturgie erprobt. Die entsprechenden Pfarreien bzw. Seelsorgeeinheiten und Ordensgemeinschaften wurden von den Diözesen des Sprachgebiets sowie in Absprache mit Verantwortlichen der Orden vorgeschlagen.

Revision des Messbuchs in drei Phasen

Die Erarbeitung der Neuausgabe des deutschsprachigen Messbuchs ist dreistufig angelegt: In der ersten Projektphase wurden die neuen Texte des Missale Romanum 2002/2008 übersetzt. Außerdem wurden Perikopenorationen nach dem Vorbild anderer volkssprachiger Messbücher erstellt. In der nun beginnenden zweiten Phase sollen die im jetzigen deutschsprachigen Messbuch enthaltenen Texte einer moderaten Revision unterzogen werden. Der letzte Teilschritt beinhaltet die Ergänzung und Verzahnung aller Inhalte (inkl. Eigentexte und Eigenriten des deutschen Sprachraums), ehe die Approbation durch die Bischöfe des deutschen Sprachraums, die römische Konfirmierung bzw. Rekognoszierung, die Redaktionsarbeiten und die Drucklegung des neuen Messbuchs folgen.

Die Revision wurde im Jahr 2024 begonnen. Dafür sind von den zuständigen bischöflichen Gremien eine Projektleitung sowie vier international zusammengesetzte Arbeitsgruppen eingerichtet worden. Die „Konferenz Liturgie der Kirche im deutschen Sprachgebiet“ (KLD) verantwortet im Auftrag der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sowie der (Erz-)Bischöfe von Luxemburg, Vaduz, Straßburg, Boxen-Brixen und Lüttich das Gesamtprojekt.

Die Projektleitung bilden Prof. em. Dr. Martin Klöckener (Universität Fribourg, auch Koordinator der Projektleitung), Prof. Dr. Alexander Zerfaß (Universität Salzburg), Dr. Frank Ronge (Sekretär der KLD, Bonn) und Dr. Marius Linnenborn (Deutsches Liturgisches Institut, Trier). Arbeitsgruppen leiten auch Prof. em. Dr. Birgit Jeggle-Merz (Theol. Hochschule Chur / Universität Luzern) und Prof. Dr. Peter Ebenbauer (Universität Graz). Die Geschäftsstelle des Messbuchprojektes hat ihren Sitz am Deutschen Liturgischen Institut in Trier; Geschäftsführer ist Dipl.-Theol. Dominik Bodenstein M.A.

Weiterführende Informationen zur Messbuch-Revision finden sich in Fachbeiträgen der Zeitschrift GOTTESDIENST (https://www.herder.de/gd) oder unter https://liturgie.de/messbuch-revision.