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Liturgische Dienste

Sterbesegen-Leitung

Leiter/innen der neuen Feierform des Sterbesegens begleiten Sterbende auf dem letzten irdischen Lebensweg

Foto: Yohanes Vianey Lein, in: Pfarrbriefservice.de

Die Erfahrung des nahenden Todes macht oft hilflos und sprachlos. Doch wo Worte fehlen, können Rituale Halt geben. Der Sterbesegen begleitet Sterbende und ihre Angehörigen in einer der intimsten und schwersten Situationen des Lebens mit Gebet und Segen.

Der Sterbesegen ist ein christliches Ritual für den Übergang vom Leben zum Tod, das in den vergangenen Jahren angesichts veränderter Umstände in der Sterbebegleitung enstanden ist. Er kann helfen, den letzten irdischen Lebensweg und damit die Situation des Abschieds geistlich zu gestalten. Durch Gebet und Zeichenhandlungen kann erfahren werden, in der Stunde des Todes nicht alleine zu sein.

Der Sterbesegen als neue Feierform der Sterbebegleitung hat sich besonders in der Klinik- und Hospizseelsorge etabliert, wird aber bereits auch in vielen Gemeinden praktiziert. Einige Bistümer bieten für ehrenamtliche Leiterinnen und Leiter von Sterbesegen entsprechende Ausbildungsmodule an. Diese Aufgabe verlangt seelsorgliche Sensibilität, Ruhe und eine sichere Vertrautheit mit den vorgesehenen Texten und Gesten. Nach deren Abschluss der Ausbildung kann sich eine bischöfliche Beauftragung für die Leitung des Sterbesegens anschließen.

Der Sterbesegen kann überall dort gefeiert werden, wo aufgrund der Gegebenheiten die Feier der Wegzehrung bzw. der Versehgang nicht (mehr) möglich ist oder die pastoralen Umstände dies nahelegen.

Lexikonartikel

Beiträge in der Zeitschrift GOTTESDIENST