Ein Palmbueschel auf einem Taufbrunnden fuer die Asperges zum Taufgedaechtnis

Kirchenraum

Taufort

Taufbrunnen/Taufstelle – Der Ort der Neugeburt aus Wasser und Geist

Foto: Gunda Brüske, in: Pfarrbriefservice.de

Durch die Taufe – das erste und grundlegende Sakrament – werden Menschen in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Deshalb sind Tauforte oft im Eingangsbereich einer Kirche. Damit die Taufe durch Untertauchen oder Übergießen mit Wasser vollzogen werden kann, ist ein Taufbrunnen (Taufstein) in jeder Pfarrkirche notwendig (vgl. CIC Can. 858).

„Dem Symbolcharakter des Wassers in der Taufe mit seiner Vieldeutigkeit von Sterben (Hinabsenken und Eintauchen) einerseits und Neugeboren-Werden (,aus der Taufe heben‘) andererseits wird am ehesten ein Taufort gerecht, der das vollständige Eintauchen von Täuflingen ermöglicht.  Frühe archäologische Zeugnisse belegen eine Taufortgestaltung, die das Hinabsteigen ins Wasser und das Durchschreiten des Taufbeckens (Diabase) ermöglichte. Die Symbolik des ,lebendigen Wassers‘, das auf das Wirken des Heiligen Geistes hinweist, kann besonders anschaulich werden, wenn es sich um fließendes Wasser handelt.“ (Orientierungshilfe „Liturgie und Bild“, AH 132).

Der Taufbrunnen „ist eine ständige Tauferinnerung und sollte dies auch in seiner funktionalen und künstlerischen Ausgestaltung zum Ausdruck bringen.“ (Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen. Handreichung der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz 9, S. 27).

Lexikonartikel