Eine Komplettaufnahme eines gotischen Gewölbes von der Vierung aus

Wegweiser

Kirchenraum

Ausdruck des gefeierten Glaubens, Ort der Gottesbegegnung und geprägt durch die Epochen von Kunst und Architektur

Foto: lightbody, in: unsplash.com

Kirchen sind Orte des Gottesdienstes, des persönlichen Betens und zugleich Gebäude von öffentlichem Interesse. Jedes Kirchengebäude ist ein Glaubenszeugnis. Hier kommt die christliche Gemeinde zusammen, um das Wort Gottes zu hören und die Eucharistie zu feiern. Hier ist der Ort für wichtige Stationen des Christseins: Taufe, Firmung, Erstkommunion, Hochzeit, Totengedenken und vieles mehr. In Kirchen gibt es verschiedene gottesdienstliche Handlungsorte, die für die unterschiedlichen Stationen des Gottesdienstes von Bedeutung sind.

Kirchenräume prägen den Glauben und zugleich formt die Feier des Glaubens den Kirchenraum. Im Laufe der Geschichte haben sich Kirchenräume immer wieder verändert. Liturgie und Kunst haben sich durch die Jahrhunderte hindurch gegenseitig geprägt. Dies zeigt sich sowohl in der Architektur als auch in der Ausstattung von Kirchenräumen.

Kirchen können gelesen werden als „Zeichen und Symbol überirdischer Wirklichkeiten“ (Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium 122). Allerdings wird nur ein als Kirche genutztes Kirchengebäude die Präsenz des ganz Anderen im öffentlichen Raum erfahrbar machen und symbolisieren können. Kirchen sind „Gotteshäuser“, weil sie Orte der Gottesbegegnung in der Feier der Gemeinde und im stillen Gebet sind. Werden Kirchenräume aus verschiedensten Gründen dieser ursprünglichen Bestimmung entzogen, geht es um eine adäquate Umnutzung von Kirchen und einer evtl. Profanierung des Kirchenraumes.