Kompetenzzentrum für pastoralliturgische Aufgaben und liturgische Bildung
Foto: Christoph Neuert, Trier
Das Deutsche Liturgische Institut (DLI) in Trier ist eine Arbeitsstelle zur Förderung des Gottesdienstes der katholischen Kirche in Deutschland und im deutschen Sprachgebiet. Mit mehr als 75 Jahren Erfahrung versteht sich das Institut als Schnittstelle von wissenschaftlicher Theologie und liturgischer Praxis, von kirchlichen Institutionen und Gemeinden. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen und pastoralen Arbeit steht die Sorge um Formen des Gottesdienstes, in denen Menschen von heute ihren Glauben in der Gemeinschaft der Kirche ausdrücken und feiern können.
Unser Auftrag
Als Kompetenzzentrum für alle Themen der Gottesdienstpraxis gestalten wir die Zukunft der Liturgie mit. Dies geschieht durch die Redaktion der liturgischen Bücher im Auftrag der Bischöfe im deutschen Sprachgebiet, durch Informations- und Bildungsangebote mit Zeitschriften und Publikationen (print und digital) sowie Veranstaltungen (in Präsenz und online) und außerdem durch die Vernetzung im Sprachgebiet und in der Ökumene.
Wir dokumentieren und reflektieren die Entwicklungen im gottesdienstlichen Leben und tragen zur fortdauernden Erneuerung und zur Qualität liturgischer Feiern bei. Mit Handreichungen und Hilfen unterstützen wir das gottesdienstliche Leben vor Ort.
Mit unserer Tätigkeit fühlen wir uns dem Auftrag des Zweiten Vatikanischen Konzils verpflichtet, das die Förderung und Erneuerung der Liturgie allen Teilkirchen aufgetragen und die Einrichtung von Liturgischen Instituten empfohlen hat (vgl. SC 43 f.). Unseren Auftrag nehmen wir in enger Zusammenarbeit mit den Liturgischen Instituten in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz wahr.
Das Liturgische Institut wurde am 17. Dezember 1947 gegründet. Die Initiative ging von Mitgliedern der Liturgischen Kommission der damaligen Fuldaer Bischofskonferenz aus. Ziel war die Erneuerung des gottesdienstlichen Lebens.
In den 75 Jahren seines Bestehens konnte das Institut – von Beginn an mit Sitz in Trier – die liturgischen Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) und deren konkrete Umsetzung maßgeblich mitprägen. Bis heute nimmt es zentrale Aufgaben für das gesamte deutsche Sprachgebiet wahr und setzt sich für die „Förderung des liturgischen Apostolates in seinem ganzen Umfang“ ein, wie es bei der Gründung hieß.
Träger des Instituts ist der Verein „Deutsches Liturgisches Institut e. V.“, dem satzungsgemäß der Bischof von Trier vorsteht.
„Inmitten tiefgreifender kirchlicher und gesamtgesellschaftlicher Veränderungen galt und gilt der Einsatz des Instituts dem Anliegen, die Liturgie der Kirche und die jeweilige Zeit so aufeinander hin zu vermitteln, dass die ‚Liturgiefähigkeit des Menschen‘ ebenso wie die ‚Menschenfähigkeit der Liturgie‘ gefördert und entwickelt werden.”
Bischof Dr. Stephan Ackermann
Vorsitzender der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz
„Es ist von unfassbarem Wert, wie das Deutsche Liturgische Institut insbesondere Liturginnen und Liturgen für die Feier der Liturgie sensibilisiert und damit gewiss entscheidend zur Qualität beigetragen hat.“
Dr. Beate Gilles
Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz
„Ich war von der Qualität der gesamten Fortbildung beeindruckt. Ich bin dankbar, mit den Lehrbriefen die gesamte Liturgie in zwölf handlichen Paketen zum Lesen und Lernen zur Verfügung zu haben. Die Wochenendseminare waren für mich besondere Geschenke. Ich wünsche mir, dass noch viele an Liturgie Interessierte die Möglichkeit haben, sich auf diese unkomplizierte Weise die reichen Schätze der Liturgie anzueignen.“
Martin Pirzer
Absolvent von LITURGIE IM FERNKURS
„Das gesungene Abendlob in unserem Pfarrverbund hat sich in den vergangenen fünf Jahren langsam entwickelt. Wir haben ausprobiert, Erfahrungen gesammelt und immer wieder Veränderungen vorgenommen. Auf einem Studienwochenende von LITURGIE IM FERNKURS wurden hilfreiche Materialien vorgestellt und fundiertes Hintergrundwissen zur Tagzeitenliturgie vermittelt. Das war Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.“
Nicole Stöppler
Absolventin von LITURGIE IM FERNKURS
Liturgische Bildung und Gottesdiensthilfen
Unsere Bildungsangebote richten sich an Multiplikator/inn/en, an haupt- und ehrenamtliche liturgische Dienste und Interessierte. Wir vermitteln Kompetenzen für die konkrete Feier von Gottesdiensten und fördern neue liturgische Formate für die Pastoral.
liturgie.de
LITURGIE IM FERNKURS
LITURGIE IM FERNKURS informiert seit 1985 umfassend und zuverlässig über den katholischen Gottesdienst. Der Fernkurs vermittelt Kenntnisse für die Ausübung liturgischer Dienste. Er motiviert zu bewusster und tätiger Mitfeier des Gottesdienstes.
Das Institut veröffentlicht Materialien für die gottesdienstliche Praxis: Modelle, Texte, Bilder und weitere Medien zur Gottesdienstvorbereitung sowie Handreichungen zu grundsätzlichen und praktischen Fragen – vieles auch zum Gratis-Download.
GOTTESDIENST begleitet und reflektiert seit 1967 die Entwicklungen im liturgischen Bereich. Die Zeitschrift informiert über das liturgische Leben im deutschen Sprachgebiet, gibt Anregungen für die Praxis und weist auf nützliche Medien hin. Sie erscheint alle zwei Wochen.
Das Referat Kirchenmusik befasst sich mit den musikalischen Aspekten der Liturgie. Es stellt Materialien und Bausteine als Praxishilfen zur Verfügung. Außerdem wird die Redaktion LITURGISCHE BÜCHER in kirchenmusikalischen Fragen unterstützt.
Das Online-Format zur Liturgischen Bildung: Zweimal im Jahr veranstaltet das Deutsche Liturgische Institut mit Partnern einen Samstagvormittag zu vielfältigen Themen der Liturgie. Gemeindegruppen können vor Ort und Einzelne von zu Hause am Online-Format teilnehmen. Die beliebte Reihe verbindet Hintergünde, Geistliches und Praktisches.
Im Auftrag der Bischöfe des deutschen Sprachgebiets sind wir für die Redaktion der liturgischen Bücher zuständig. Wir arbeiten mit verschiedenen Gremien zusammen und stehen im Austausch mit Diözesen, Liturgiekommissionen und ökumenischen Partnern.
Dominik Bodenstein, Trier
Redaktion LITURGISCHE BÜCHER
Die Redaktion LITURGISCHE BÜCHER für das deutsche Sprachgebiet hat ihren Sitz im Deutschen Liturgischen Institut in Trier. Aktuelle Projekte sind die Revision des Messbuchs und des Benediktionales. Im Rahmen des Zweiten Vatikanischen Konzils und bei der darauffolgenden Erneuerung der lateinischen liturgischen Bücher leisteten Mitglieder des Instituts einen wichtigen Beitrag. Bei der Umsetzung der Liturgiekonstitution organisierte und koordinierte das Institut die Arbeit an den neuen deutschsprachigen liturgischen Büchern.
Das Sekretariat der „Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet“ (StäKo) verwaltet die Rechte an den liturgischen Büchern im Auftrag der Bischofskonferenzen und ist damit Ansprechpartner für Verlage und alle, die Texte aus den offiziellen liturgischen Büchern veröffentlichen wollen.
Das Institut ist in Gremienarbeit der katholischen Kirche in Deutschland eingebunden. Liturgische Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet. Diözesen und kirchliche Institutionen finden hier unterstützende Beratung, ebenso die Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz. Kooperationen im ökumenischen Bereich stärken den Dialog und fördern gegenseitiges Verständnis.
Wissenschaftliche Dokumentation: Gottesdienst der Kirche
Unsere international anerkannte Fachbibliothek mit etwa 90.000 Titeln, zahlreichen Fachzeitschriften und einem umfangreichen Archiv ist eine wichtige Ressource für Forschung und Weiterbildung im Bereich der Liturgiewissenschaft und Liturgiepastoral.
Copyright 2021, KNA GmbH, www.kna.de, All Rights Reserved
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Liturgiewissenschaft
Die wissenschaftliche Abteilung – eng verknüpft mit dem Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier – leistet wertvolle Grundlagenarbeit für das Institut.
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Bibliothek
Die Spezialbibliothek für Liturgiewissenschaft und Liturgiepastoral bietet dafür die notwendigen Voraussetzungen. Mit etwa 90.000 Bänden und ca. 140 laufenden Zeitschriften ist sie eine der weltweit bedeutendsten Spezialbibliotheken im Bereich Liturgie und ist somit häufig Anlaufstelle für Fachleute und Interessierte. Mit der wissenschaftlichen Dokumentation sorgt das Institut für umfassende Informationen über liturgische Entwicklungen und deren Hintergründe.
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Archiv
Das Archiv ist an die Bibliothek angeschlossen. Es leistet eine einzigartige zeitgeschichtliche Dokumentation der Liturgieentwicklung ab dem 20. Jahrhundert. Materialen des Archivs, die keiner Sperrfrist unterliegen, werden für Forschungszwecke und wissenschaftliche Arbeiten zugänglich gemacht.
Der Balthasar-Fischer-Preis des Deutschen Liturgischen Instituts zeichnet herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Liturgiewissenschaft aus. Er fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und würdigt innovative Impulse für die Erforschung und Gestaltung der Liturgie.
Mit einem engagierten Team bringen wir Fachwissen, Kreativität und Leidenschaft in unsere Arbeit ein. Bei Fragen oder für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.